Zitate

Medien-Zitate ab März 2020

(Ausgewählt und kommentiert von Gerhard Riegler - Ältere Zitate siehe Archiv!)


"... eine Menge abverlangt"

„Lehrerinnen und Lehrern wird in der aktuellen Covid-19-Pandemie eine Menge abverlangt: Sie müssen technisch und pädagogisch auf die Krisensituation reagieren. Die größere Distanz zu ihren Schülerinnen und Schülern erschwert die Vermittlung, das soziale Miteinander und die Möglichkeit, zu unterstützen. Lehrkräfte müssen durch die Krise leiten und setzen sich gleichzeitig täglich einem persönlichen Ansteckungsrisiko aus.“
Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, in bildungsklick.de vom 5.10.2020.

Educational investments...

„Educational investments create significant public benefits such as a well-educated citizenry that participates actively in political and societal life, which boosts employment and wage growth.“
OECD (Hrsg.), Strengthening the Governance of Skills Systems (2020), S. 26.

Bildung als Basis für Wohlstand

„Die Wachstumsforschung betont schon seit längerer Zeit, dass die Bildung der Bevölkerung eine zentrale Rolle für den langfristigen Wohlstand spielt.“
Univ.-Prof. Dr. Ludger Wößmann, Das Wissenskapital der Nationen: gute Bildung als Wachstumsmotor. In: ifo (Hrsg.), Wirtschaftsdienst 2017. Sonderheft (2017), S. 38.

Problematische Vielfalt:

„Wir haben derzeit eine viel zu große Vielfalt im Agieren der Gesundheitsbehörden“.
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! vom 30.09.2020.

Aktuelle Erfordernisse für Schulen:

„Die Schulen müssen sich wieder auf die grundlegende pädagogische Arbeit und auf die notwendigen Maßnahmen gegen Corona konzentrieren können.“
KR Thomas Rasch, Vorsitzender der FCG Wien, www.fcgwien.at am 25.09.2020.

Lehrergesundheit ist maßgeblich:

„[Es] ist durch Forschung belegt, dass die Qualität des Unterrichts und der Bildungsergebnisse nicht nur von der Kompetenz der Lehrkräfte bestimmt wird, sondern maßgeblich auch von ihrer (psychischen) Gesundheit und ihrem Wohlbefinden.“

Niedersächsisches Kultusministerium (Hrsg.), Empfehlungen zur Entwicklung arbeitszeitrechtlicher Normen für Lehrerinnen und Lehrer sowie Schulleitungen an niedersächsischen Schulen (2018), S. 56.

Bildungsaufstieg in Österreich

„Österreich gehört bei den jungen Menschen ohne Migrationshintergrund OECD-weit zu den Staaten, in denen der Bildungsaufstieg „aus bildungsfernem Elternhaus“ am häufigsten gelingt. Bei den jungen Menschen mit Migrationshintergrund gilt leider das Gegenteil.“
Mag. Gerhard Riegler, ehem. Vorsitzender und Ehrenvorsitzender der ÖPU Österreich.

Deutsch-Elternkurse:

„Die erstmals durchgeführten Elternkurse für Mütter und Väter von Kindern mit Deutschförderbedarf sind abgeschlossen. Die Bilanz zeigt, dass 1.521 Elternteile das von Integrationsfonds und Integrationsministerium organisierte Angebot wahrgenommen haben. Ressortchefin Susanne Raab (ÖVP) will die Teilnehmerzahl erhöhen und prüft Maßnahmen „zu mehr Verbindlichkeit“.“
news.orf.at vom 19.09.2020.

Bildungsinvestition und Bildungsergebnisse:

„Wohlhabendere Länder können es sich leisten, mehr in Bildung zu investieren, und gleichzeitig erweisen sich die Mittel, die die einzelnen Länder für Bildung aufwenden können, als wichtige Faktoren für die unterschiedlichen Bildungsergebnisse im Bildungswesen.“
OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2017 (2017), S. 211.

Freiheit und Verantwortung:

„Pädagogische Freiheit ist die wesentliche Voraussetzung für die Wahrnehmung der pädagogischen Verantwortung. Wer diese unterdrückt, mindert die Qualität von Unterricht, unterbindet personale Bildung und macht Schule damit zu einem Ort der organisierten Verantwortungslosigkeit.“
Dr. Matthias Burchardt u.a., Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck (2019), S. 65.

Wertvolle Lernprozesse:

„Ich würde sagen, dass Heranwachsende in den vergangenen Monaten viel gelernt haben. Etwa über gesellschaftliche Solidarität oder Nicht-Solidarität, über selbstorganisiertes Lernen, Pandemie, Krankheit und Gesundheit. Auch über die Macht oder Ohnmacht des Politischen. Es haben Lernprozesse stattgefunden, die vielleicht nicht im klassischen Bildungskanon verankert, aber dennoch wertvoll sind.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, furche.at vom 19.8.2020.

Sufficient autonomy for teachers:

„Teachers should be given sufficient autonomy to make decisions about their tasks and methods. Teachers’ work autonomy is related to the choice of teaching methods, educational strategies and content within the limit set by the national curriculum. The literature shows that the degree of perceived work autonomy is indicative of teachers’ well-being and has a direct link to job satisfaction.“
Carine Viac u. a., Teachers’ well-being (2020), S. 37.

"Mit Herz und Hirn agieren"

„In Bezug auf die Masken plädiert Zins dafür, „mit Herz und Hirn“ zu agieren. Es hätten ohnehin alle eine Maske dabei und es spreche nichts dagegen, sie auch während einer grünen Ampelphase zwischendurch etwa für Gruppenarbeiten aufzusetzen. „Es ist wichtig, ein Schulklima zu schaffen, das möglichst normal ist.“ Zins ist davon überzeugt, dass sich die Situation einspielen wird: „Es wird funktionieren.““
HR Mag. Isabella Zins, Sprecherin der österreichischen AHS-DirektorInnen, wienerzeitung.at vom 18.08.2020.

Schwer vorstellbar:

„In bestimmten Situationen können die Lehrer sehr wohl sagen, Maske im Unterricht ist erlaubt – zum Beispiel bei Gruppenarbeiten, bei denen die Schüler ihre Köpfe zusammenstecken. Aber eine generelle Verpflichtung halte ich nicht für sinnvoll. Sechs Stunden lang mit Maske zu unterrichten, aber auch sechs Stunden mit Maske dem Unterricht zu folgen, kann ich mir im Sinne einer bereichernden Unterrichtsgestaltung nicht vorstellen.“
Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Österreich vom 06.09.2020.

Lehrer sind unersetzbar:

„Ausreichendes Wissen über neue technische Hilfsmittel ist für eine solide Ausbildung zwar essenziell, für die Wissenvermittlung selbst sind Lehrer aber unersetzbar. Schon gar nicht ersetzbar sind sie durch PCs oder Handys. Damit verbringen Jugendliche ohnehin schon zu viel Zeit.“
Walter Fahrnberger, NÖN vom 02.09.2020.

Wechselnde Regeln als Stressfaktor:

„On average across the OECD, 41 % of teachers consider that 'keeping up with changing requirements from local, municipal/regional, state or national/federal authorities' is a predominant source of stress.“
OECD (Hrsg.), TALIS 2018 Results. Volume II (2020), S. 95.

Elternbildung und Bildungsstandards:

„Von den wenigen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern maximal einen Pflichtschulabschluss haben (8 % im Jahr 2013, 6 % im Jahr 2015), erreicht jeweils rund ein Drittel die Bildungsstandards nicht (35 % in Lesen, 31 % in Mathematik). Dieser Anteilswert nimmt mit jedem weiteren Bildungsgrad der Eltern monoton ab, bis er schließlich unter den Kindern mit mindestens einem Elternteil mit einem tertiären Abschluss bei 5 % (Lesen) bzw. 4 % (Mathematik) liegt.“
BMBWF (Hrsg.), Nationaler Bildungsbericht Österreich 2018. Band 1 (2019), S. 248.

"Highly complex..."

„Teachers‘ work is highly complex and involves a great variety of responsibilities and activities that compete for their time during the school day and week.“
OECD (Hrsg.), Working and Learning Together (2019), S. 25.

„And there’s a hand, my trusty fiere
And gie’s a hand o’ thine
And we’ll tak’ a right gude willie-waught
for auld lang syne.“
From the traditional Scottish Song "Auld Lang Syne", a song for midnight on Hogmanay or to mark a major farewell.
Gib deine Hand, nimm meine hier
und mache dich bereit
für einen letzten Abschiedsschluck
auf die vergang'ne Zeit.
Als Gruß an Helmut Jantschitsch, den langjägrigen Generalsekretär der ÖPU

Wichtiger Hinweis

„Die Schulleiterinnen und Schulleiter wissen gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern am besten, wie sie unsere Kinder und Jugendlichen bestmöglich durch diese schwierige und herausfordernde Corona-Zeit bringen.“
FCG-Personalvertreter Paul Kimberger, Martin Höflehner, Peter Böhm und Dietmar Stütz, Neues Volksblatt, 23. Juni 2020.

Keine Schmalspur-Matura!

„Das war keine Schmalspur-Matura. Diese spezielle und vor allem komplett neue Situation des Corona-Lockdowns hat das Ganze sehr herausfordernd für die Schüler gemacht. Es war meiner Meinung nach richtig, darauf Rücksicht zu nehmen.“
HAK-Lehrer und Kabarettist Mag. Andreas Ferner, Wiener Zeitung, 25. Juni 2020.

Deutsch: Schlüssel zur Integration!

„Mehrsprachigkeit ist eine Bereicherung, aber wenn Kinder nicht gut Deutsch sprechen, ist das auch eine Hürde für die Integration. Da müssen wir auch Probleme ansprechen und nicht zudecken. Das wichtigste ist mir als Integrationsministerin, dass Kinder in unserem Bildungssystem befähigt werden, Deutsch zu sprechen. Das ist aus Integrationssicht das wichtigste, weil Deutsch der Schlüssel zur Integration und für eine gelungene Bildungskarriere im österreichischen Schulsystem ist. Nur so können Kinder auch langfristig einen Job finden.“
MMag. Dr. Susanne Raab, Bundesministerin für Frauen und Integration, Die Presse, 18. Juni 2020.

Leistungsnachteilen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

„Österreich zählt […] zu den Ländern mit den größten Leistungsnachteilen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund – in Lesen macht der Mittelwertunterschied zwischen Einheimischen und Jugendlichen der zweiten Generation 54 Punkte aus, zwischen Einheimischen und Jugendlichen der ersten Generation sogar 79 Punkte.“
BIFIE (Hrsg.), „PISA 2018. Grundkompetenzen am Ende der Pflichtschulzeit im internationalen Vergleich“ (2019), S. 77.

Bewährte Methoden nicht verdrängen!

„Es ist beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht […] ganz besonders darauf zu achten, dass diese Technologien bewährte und effektive Lehr- und Lernmethoden nicht verdrängen, sondern da implementiert werden, wo ihr Einsatz effektiver ist als traditionelle Lernmethoden.“
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (Hrsg.), Bildungsmonitor 2018 (2018), S. 119.

Noten und Sitzenbleiben abschaffen?

Ifo-Bildungsbarometer: „Jung und Alt sind mehrheitlich gegen die Abschaffung der Noten (Jugendliche: 62 Prozent, Erwachsene: 74 Prozent) und für das Sitzenbleiben (Jugendliche: 76 Prozent, Erwachsene: 83 Prozent).“
„Das Gymnasium in Bayern“ vom Oktober 2018, S. 5.

Leistungsprinzip:

„Eine Schwächung des Leistungsprinzips ist gerade für diejenigen wenig zuträglich, die sich unter erschwerten Lebensbedingungen auf den Bildungsweg machen.“
Univ.-Prof. Dr. Bernd Ahrbeck, „Inklusion“ (2016), S. 99. 

Hartnäckiger Mythos

„Heute muss alles leicht gehen – und spielerisch. So propagieren es viele; so verkündet es auch die Digitalindustrie. Der Glaube ans Einfache und Leichte von Lernprozessen hält sich wie ein hartnäckiger Mythos. Die Suggestivkraft des Leichten wirkt verführerisch. Gerade junge Lehrerinnen und Lehrer erliegen nicht selten diesen ideologischen Sirenenklängen. Lernen so zu gestalten, dass es möglichst einfach geht und von den Kindern wenig fordert, so folgern sie fälschlicherweise. Das ist verhängnisvoll. Jedes kindliche Cerebrum will gefordert sein. Nur so entwickelt es sich.“
Univ.-Prof. Dr. Carl Bossard, https://bildung-wissen.eu vom 2. Juni 2020

Kein Katastropgenergebnis

„„Von einem Katastrophenergebnis ist keine Rede“, sagt Isabella Zins, die Sprecherin der AHS-Direktoren. Es zeichnet sich keine Flut an Fünfern ab. […] Es sei dennoch eine sehr anspruchsvolle Mathematik-Matura gewesen. Das zeige sich an der restlichen Notenverteilung. Es werde heuer wohl weniger Einser und Zweier geben. „Die ausgezeichneten Schüler tun mir leid“, sagt Zins. Sie erwartet weniger „ausgezeichnete Erfolge“ (Notenschnitt unter 1,5) und „gute Erfolge“ (Notenschnitt zwischen 1,5 und 2). Auch das ist für manche Maturanten entscheidend. Immerhin legen viele ausländische Hochschulen großer Wert darauf.“
Die Presse online vom 3. Juni 2020

Heinz Sichrovskys Bitte an BM Faßmann:

„Rücken Sie vom Bewertungsschlüssel nicht mehr ab! Corona reicht Ihnen das Instrument, der idiotischen Zentralmatura den Zahn zu ziehen. Junge Leute werden dann unter Anleitung mündiger Lehrer wieder Goethe lesen, statt sich im Verfassen offener Briefe zu verfeinern, weil das Gestänkere zentralmaturarelevant ist. Die Schreibtischgiftmischer werden ihre Fledermaussuppen pantschen, aber niemand wird sich fürchten. Gegen allfällige leere Blätter fällt Ihnen schon etwas ein.“
Neue Kronenzeitung vom 7. Juni 2020, Seite 16

...über die Pflicht hinaus...

„Zu sehen, wie Lehrer und Schulen für ihre Schüler während dieser Pandemie über ihre Pflicht hinausgegangen sind, war bemerkenswert. Sie haben kreative Wege gefunden, um aus der Ferne zu unterrichten. Und sicherzustellen, dass die schutzlosesten Kinder mit Mahlzeiten versorgt sind. Wir stehen tief in ihrer Schuld.“
Prince Charles, www.nau.ch vom 8. Juni 2020

Vernünftig?

„Für Herbert Weiß zeigt die Abschaffung der Maskenpflicht an Schulen bereits Folgen, weil „seit dem Wegfall der Maskenpflicht offensichtlich das Bewusstsein auch für die anderen Maßnahmen geschwunden ist. Das heißt, es ist jetzt schwerer, die Abstände einzumahnen, als es noch mit den Masken war.““
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, im Ö1-Morgenjournal vom 8. Juni 2020

Lob und Anerkennung

„Für die geleistete Arbeit im ortsungebundenen Unterricht gebührt den Lehrerinnen und Lehrern Lob und Anerkennung. Und einmal mehr haben die vergangenen Wochen gezeigt, dass Schule ein „lebendiges System“ ist, das sich permanent weiterentwickelt.“
Mag. Michaela Germann, Vorsitzende der ÖPU Vorarlberg, Neue Vorarlberger Tageszeitung online vom 31. Mai 2020

Reifeprüfung: Chuzpe verhindern!

„Kein deutscher Abiturient käme auf die selbstschädigende Idee, bei der Abiturprüfung einen leeren Bogen abzugeben, sich dadurch den Notendurchschnitt zu verschlechtern und damit seine Chancen zu schmälern, an der Universität seiner Wahl das Fach seiner Wahl studieren zu können. Kein englischer Sixth-Former würde es wagen, die A-Level-Prüfung nicht ernst zu nehmen und zu erwarten, dass die nationale Studienzulassungsbehörde seine Chuzpe positiv anerkennt. Kein schwedischer Gymnasiast wäre so kurzsichtig und dumm, wegen eines Gags bei der Abschlussprüfung seinen Studienplatz aufs Spiel zu setzen.“
Univ.-Prof. Dr. Karl Heinz Gruber, Der Standard online vom 3. Juni 2020

„E-Learning darf nicht überhandnehmen

„E-Learning und digitale Grundbildung müssen in all ihren Facetten zu unserem modernen Leben gehören.
Gerade dann sind auch solche Herausforderungen, wie jene der Corona-Krise, besser bewältigbar.
Gleichzeitig kann und darf diese Art des Unterrichtens aber nicht überhandnehmen, da der soziale Kontakt sowie das gemeinsame Lernen, das Begegnen auf persönlicher Ebene und das Ausleben und Deuten von Emotionen und Gefühlen keinesfalls aus unserer Gesellschaft – und hier ist Schule ein wesentlicher Bestandteil – weggedacht werden darf."
Mag. Alexander Schrafl, Jahresbericht 2020 des BORg Monsberger Graz, Seite 18 

Vorbildwirkung...

„Es sollte sich jeder seiner Vorbildwirkung für künftige Maturanten bewusst sein“.
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann zu den leer abgegebenen Zetteln bei der Matura. In: Der Standard online vom 27. Mai 2020.

Laberthema?

„Die zentrale Aussage war, dass ich kein Kolumnenthema, aber eine Deadline hatte und mir dachte, es gibt immer Laberthemen, über die man schreiben kann.“
Ronja von Rönne zerlegt die Maturainterpretation ihres Textes, der Teil der diesjährigen Deutschmatura-Aufgaben war. In: Die Presse online vom 27. Mai 2020.

Lehrervertreter einbeziehen!

„Die Idee, die Note der Abschlussklasse zu berücksichtigen, halten die Lehrervertreter prinzipiell für vernünftig. […] Eine „gravierende Reform“ nennt das Herbert Weiß. Der oberste AHS-Lehrergewerkschafter wünscht sich vom Minister deshalb „grundsätzliche Überlegungen“ – und zwar unter Einbeziehung der Gewerkschaft.
Prinzipiell zeigt sich der Lehrervertreter jedenfalls offen für die Idee. Es gebe Vor- und Nachteile. Diese Form der Benotung würde das Abschlussjahr aufwerten. Das sei gut. Zugleich müsse man aber „aufpassen, dass die Matura nicht entwertet wird“, warnt Weiß. Schüler, die bereits vor der Matura wissen, dass sie bestanden haben, könnten die Reifeprüfung „dann nicht mehr ernst nehmen“.
Deshalb müsse man sich die Regelung im Detail überlegen. Und vielleicht Ausnahmen für „Extremfälle“ schaffen. Es soll vermieden werden, dass die Schüler, die ihre Matura schon vor der Prüfung in der Tasche haben, gar nichts mehr lernen.“
Die Presse vom 25. Mai 2020

Key principles of effective governance...

„Engaging in an open dialogue with stakeholders and involving them in reform and implementation processes are key principles of effective governance. This includes the relevant unions representing teachers in different sectors and at different levels of administration.“
OECD (Hrsg.), Working and Learning Together (2019), S. 24

Wiederholen = mehr Zeit geben

„Das Wiederholen einer Klassenstufe, d. h. die Praxis, Schüler in derselben Klassenstufe zu behalten, wird dazu genutzt, Schülern mit Problemen mehr Zeit zu geben, die für die jeweilige Klassenstufe angemessenen Inhalte zu beherrschen, bevor sie in die nächste Klassenstufe versetzt werden (und so zu verhindern, dass sie die Schule frühzeitig verlassen).“
OECD (Hrsg.), Bildung auf einen Blick 2018, OECD-Indikatoren (2018), S. 190.

"Accountability"

„Governments often demand accountability from teachers. On the other hand, it can be asked why accountability to function runs in only one direction: from teachers to educational authorities. Would it not also be legitimate to ask how education authorities are accountable to teachers, students, and parents?”
Univ.-Prof. Dr. Nelly Stromquist, The Global Status of Teachers and the Teaching Profession (September 2018), S. 45f.

Klima des Vertrauens nötig

„Wir können auf die Professionalität unserer Lehrerinnen und Lehrer vertrauen: Sie zeigen, wozu sie imstande sind. Dazu brauchen sie autonome Spielräume, denn Schulen sind komplizierte Ensembles von Erfahrungen und Problemlösekompetenz und brauchen ein Klima des Vertrauens und achtsamen Miteinanders.“
Univ.-Prof. Dr. Michael Schratz, Standard online vom 29. März 2020

Fürsorgepflicht gegenüber den LehrerInnen!

„Für das Finale eines für alle Beteiligten besonders fordernden Schuljahres ersuchen wir alle RepräsentantInnen der Dienstgeberseite, ihrer gesetzlichen Fürsorgepflicht gegenüber den LehrerInnen größtes Augenmerk zu widmen. Der Einsatz, mit dem Österreichs LehrerInnen die letzten Monate Schule und Unterricht trotz aller Hindernisse aufrechterhalten haben, verdient nicht nur größten Respekt, sondern mit Blick auf die vor uns liegenden Wochen auch Rücksichtnahme auf die Grenzen menschlicher Belastbarkeit.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, und Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, ÖPU/FCG-Rundschreiben vom 13. Mai 2020

Schulbauprogramm

„In den kommenden zehn Jahren budgetiert der Bund 2,4 Milliarden Euro für den Neubau, die Erweiterung und Sanierung von Schulen. Das ist etwas mehr als beim letzten Ausbauplan. Konkret geht es dabei um die Bundesschulen – also um Gymnasien und berufsbildende mittlere und höhere Schulen (BMHS). Es soll rund 270 Bauprojekte in ganz Österreich geben."
Die Presse vom 13. Mai 2020

PädagogInnen beweisen, was in ihnen steckt

„An allen Ecken und Enden beweisen die Pädagoginnen und Pädagogen in diesen lähmenden Wochen, was in ihnen steckt. Das gilt es, bei all der gerechtfertigten Kritik an so manchen systemischen Auswüchsen unseres Bildungssystems, in Rechnung zu stellen.“
Mag. Günter Pilch, Kleine Zeitung vom 18. Mai 2020

Geschwindigkeit den Vorzug vor Perfektionismus geben

„In einer akuten Krise wie dem Ausbruch des Coronavirus müssen Entscheidungsträger entschlossen handeln, Geschwindigkeit den Vorzug vor Perfektionismus geben und sich immer auf die jeweils nächsten Schritte konzentrieren, die zur Stabilisierung der Situation und Schadensbegrenzung erforderlich sind (wie Sicherheit für alle Menschen, das Aufrechterhalten von Liquidität und Interaktion mit Kunden). Entscheidungen müssen meist sehr kurzfristig gefällt werden, weshalb die Priorität darauf liegen sollte, Entscheidungsprozesse zu straffen, kurzfristige Pläne umzusetzen und den reibungslosen Ablauf einer Organisation wiederherzustellen.“
Prof. Dr. Günter Stahl, trend.at vom 11. Mai 2020

Schuljahr gut abzuschließen

„Es geht ja nicht darum, die Wissensvermittlung zu akzentuieren, wir müssen uns von der Vorstellung lösen, dass wir jetzt in den verbleibenden Wochen den Lehrplan im Eilzugstempo durchbringen. Darauf kommt es nicht an. Ich sagte auch, keine Schularbeiten mehr und dergleichen. Es kommt darauf an, die Gemeinschaft zu erleben. Über das Geschehene zu reflektieren. Das Schuljahr gut abzuschließen und gestärkt ins neue Schuljahr überzugehen.“
BM Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Kurier vom 11. Mai 2020

Absurde Devise! 

„Was einheitlich sein soll, müsse zentral vorgegeben werden, so die Lehrervertreter. Was an die Situation der jeweiligen Schule angepasst werden soll, müsse auch dort entschieden werden. „Die Devise ‚Entscheidet bitte autonom, aber alle in der gleichen Weise‘ ist absurd“.“
ORF online vom 8. Mai 2020

TALIS 2018

„Evidence from TALIS 2018 suggests that the great majority of serving teachers were motivated by a strong commitment to public service and the social impact of teaching. When asked about their decision to become a teacher, across the OECD, 92 % of lower secondary teachers reported that it was important to them to influence the development of children and young people and 88 % said they were motivated by the profession’s contribution to society.“
OECD (Hrsg.), Working and Learning Together (2019), S. 114

Es braucht individuelle Lösungen!

„Es gibt Schulen im Umbau, es gibt Schulen mit Containerklassen, Schulen, die keine eigenen Sporthallen haben. […] Hier braucht es wirklich ganz individuelle Lösungen. Ich kann nur versichern, dass wir Direktoren wirklich alles tun, um eben beides, Betreuung und Unterricht, bestmöglich umzusetzen; und natürlich die Sicherheitsvorkehrungen.“
HR Dir. Mag. Isabella Zins, Ö1 Mittagsjournal vom 8. Mai 2020

Absurd...

„Was einheitlich sein soll, muss zentral vorgegeben werden. Was an die Situation der einzelnen Schule angepasst werden soll, muss auch dort entschieden werden können. Die Devise „Entscheidet doch bitte autonom, aber alle in der gleichen Weise!“, ist absurd.“
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, und Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der FCG/AHS, ÖPU/FCG-Rundschreiben vom 6. Mai 2020 

Affront gegen alle LehrerInnen

„Offenbar glaubt LH Kaiser, dass „Distance Unterricht“ für LehrerInnen keine Arbeit bedeutet. Nach zwei Monaten, in denen wir diese besonders arbeitsintensive Form des Unterrichts geleistet haben, ein unglaublicher Affront gegen alle LehrerInnen Österreichs."
Mag. Gudrun Pennitz, Vorsitzende der ÖPU, „Breaking News“-Info der ÖPU vom 7. Mai 2020

Umsetzbare Maßnahmen?

„Die vom BMBWF im „Hygienehandbuch" beschriebenen Maßnahmen mögen sinnvoll sein, sind aber aufgrund der Schülerzahlen und der räumlichen Gegebenheiten an vielen Schulen einfach nicht umsetzbar.“
Mag. Herbert Weiß, Vorsitzender der AHS-Gewerkschaft, im Rundschreiben 5 (2019/2020) der AHS-Gewerkschaft

"...genau im Auge behalten":

„Wir müssen und wir werden die Entwicklung genau im Auge behalten. Alle Maßnahmen in Richtung stufenweise Öffnung unserer Schulen stehen unter der Bedingung einer positiven Entwicklung der Pandemie.“
Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann in www.kleinezeitung.at vom 30.4.2020

Dank an alle Schulpartner:

„Alle Schulen sind geöffnet und leisten gerade auch jetzt eine hervorragende Arbeit! Es findet seit 16.3. täglich qualitativ wertvoller Unterricht statt! Mein Dank gilt allen Schulpartnern – Schülern, Lehrern und Eltern –, die gemeinsam und positiv mit viel Engagement diese schwierige Zeit meistern!“
MMMag. Gertraud Salzmann, Abgeordnete zum NR, Rede vom 23. April 2020 

Gesundheit im Vordergrund:

„Ich verlange wirklich die strenge Einhaltung aller Hygiene- und Schutzmaßnahmen, der Abstandsregelungen in den Schulen, weil für mich immer noch die Gesundheit der Kinder, die Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer im Vordergrund steht.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Ö1-Mittagsjournal vom 24. April 2020

Distance Learning klappt:

„Meinen SchülerInnen und ProfessorInnen geht es angesichts dieser völlig neuen Situation überraschend gut. Ich bin mit allen Schulpartnern gut vernetzt und ProfessorInnen und SchülerInnen bestätigen: Das Distance Learning klappt sehr gut - dank des Engagements aller und einer guten Struktur. Wir verwenden zwei Systeme (Lernplattform Moodle und MS Teams) und alle wachsen über sich hinaus. Ich bin stolz darauf, wie professionell meine KollegInnen und SchülerInnen gemeinsam im Netz arbeiten. Auch Videokonferenzen mit großen Gruppen funktionieren bereits. Fazit: Wir alle sind ins kalte Wasser gesprungen und haben rasch schwimmen gelernt.“
HR Dir. Mag. Isabella Zins, Sprecherin der AHS-DirektorInnen Österreichs, „Heute“ online vom 14. April 2020

Lösung mit Augenmaß!

„Wir Direktoren befürworten die Lösung mit Augenmaß. Es war ein wichtiges Signal, dass man den Schülern in diesem außergewöhnlichen Jahr den Druck nimmt, aber nicht die Matura schenkt.“
HR Dir. Mag. Isabella Zins, Sprecherin der österreichischen AHS-DirektorInnen, NÖN online am 15. April 2020

SchulleiterInnen und LehrerInnen!

„Es ist schon bemerkenswert, wie gut die Maßnahmen zur Corona-Virus-Bekämpfung in allen schulischen Bereichen laufen und vom ersten Tag an erfolgreich umgesetzt wurden. Es waren unsere Schulleiterinnen und Schulleiter, die das gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern trotz einer unglaublich dynamischen Entwicklung rund um exponentiell ansteigende Infektionszahlen möglich gemacht haben, indem sie flexibel, umsichtig und verantwortungsvoll im Sinne unserer Schülerinnen und Schüler und deren Eltern agiert haben.“
Paul Kimberger, Vorsitzender der ARGE LehrerInnen, Zeitschrift „aps“, Ausgabe vom April 2020

Prinzipiell provate Ressourcen?

„Es darf und kann nicht sein, dass Lehrpersonen für ihre Unterrichtsvorbereitung,   -durchführung und -nachbereitung prinzipiell auf private Ressourcen zurückgreifen müssen. Der Arbeitgeber hat für die entsprechende Ausstattung zu sorgen, wie es auch in der Privatwirtschaft üblich und Standard ist.“
Mag. Dr. Jörg Spenger u. a., „Under pressure. Berufsvollzugsprobleme und Belastungen von Lehrpersonen. Eine empirische Studie.“ (2019), S. 152

Alles kann infrage stehen!

„Wenn die Not groß wird, werden Menschen einfallsreich. Und insofern ist das jetzt eine ganz gute Übung, um zu lernen, dass Dinge nicht einfach nur immer funktionieren, woran wir sehr stark gewöhnt sind, sondern dass alles im Grunde auch infrage stehen kann.“
Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Schmid, www. News4teachers.de vom 19. März 2020

Neue Sicht?

„Ich bin mir sicher, in wenigen Wochen werden sich sämtliche Eltern einig sein: Wir haben die besten Schulen der Welt. Wir fordern weder Lehrplanreform noch motivierte Pädagogen. Es genügt, wenn sie das Gebäude aufsperren.“
Klaus Eckel, Teach me if you can, Kurier vom 22. März 2020

Dank von BM Dr. Faßmann:

„Ich möchte mich persönlich bei allen Pädagoginnen und Pädagogen dafür bedanken, dass die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung so erfolgreich gestartet haben. Sie leisten damit einen unverzichtbaren Beitrag für unsere Gesellschaft!“
Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft und Forschung, www.bmbwf.gv.at am 17. März 2020


Drucken   E-Mail